Beratung und Therapie für Menschen mit starken Ängsten

Angst ist eine natürliche Reaktion auf Bedrohungen oder Gefahren, die uns helfen kann, uns selbst zu schützen. Es handelt sich um ein Zusammenspiel mentalen, emotionalen und körperlichen Prozessen. Gewöhnliche Ängste kennen die meisten Menschen etwa bei einer Prüfung oder wenn sie vor einer großen Menschenmenge sprechen müssen. Diese Ängste sind in der Regel aushaltbar und vorübergehend.

Eine Therapie ist meist dann angezeigt, wenn die Angstgefühle einer Person so stark sind, dass sie ihren Alltag beeinträchtigen und sie nicht in der Lage ist, ihre Symptome allein zu bewältigen. Eine Angststörung kann die Fähigkeit eines Menschen beeinträchtigen, seine Arbeit zu erledigen, Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und ein erfülltes Leben zu führen.

Beratung und Therapie

In einer Therapie hole ich Menschen mit starken Ängsten da ab, wo sie gerade stehen: Das kann auch bedeuten, dass ich mit den Betroffenen zusammen erstmal primär erkunde wie und in welchen Zusammenhängen die Ängste auftreten und welche Hoffnungen und vielleicht auch Befürchtungen mit dem Beginn einer Therapie verknüpft sind.

Betroffene können im Rahmen einer Therapie ihre Ängste besser erkennen und verstehen lernen, um sie in der Folge selbständig zu regulieren. Gute Methoden problematische Gedanken- und Verhaltensmuster zu verändern sind beispielsweise Reframing, Externalisierung, Arbeit an Beziehungsmustern und Narrative Therapie.

Körperpsychotherapeutische Konzepte sind insbesondere im Umgang mit den spezifischen Angstsymptomen, ihrer Wahrnehmung und besseren Kontrolle hilfreich.

Durch meine jahrelange Arbeit für den sozialpsychiatrischen Dienst bin ich damit vertraut, Menschen in stark angstbesetzten Situationen zu begleiten. Da ich meine Unterstützung auf Selbstzahlerbasis anbiete, ist bei Indikation auch eine mehrstündige Begleitung möglich – etwa zu stark angstbesetzten ärztlichen, bürokratischen oder gerichtlichen Terminen.

Ich verfüge über spezifische Fortbildungen in Expositionstherapie, die bei starken Ängsten. Expositionstherapie bei Angststörungen beinhaltet, dass sich die Klient*innen schrittweise und mit therapeutischer Unterstützung mit Angstauslösern konfrontieren und lernen, besser mit den Ängsten umzugehen. Ziel ist es sich selbst dabei als selbstbestimmt Handelnde zu erleben. So können in gesichertem Rahmen neue, positive Erfahrungen gesammelt und alte, einschränkende Überzeugungen und Verhaltensmuster aufgelöst werden. Mein Angebot auf Selbstzahlerbasis, erleichtert es mir, Expositionen auch im häuslichen Umfeld oder in der Öffentlichkeit durchzuführen – wenn notwendig auch in einem Zeitrahmen der die normale Therapiestunden von 1-2 Stunden überschreitet.

Häufige Formen von Angststörungen sind:

  • Generalisierte Angststörung: Eine anhaltende und übermäßige Sorge über alltägliche Dinge, wie Arbeit, Familie oder Gesundheit.
  • Soziale Ängste (Sozialphobie): Intensive Angst vor dem Urteil anderer, Vermeidung von sozialen Situationen, starkes Erröten, Zittern, Herzrasen oder Übelkeit bei der Konfrontation mit fremden Menschen
  • Panikstörung: Plötzliches Auftreten von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen, Schwindelgefühle, Atemnot, Brustschmerzen, begleitet von der Angst, zu sterben oder verrückt zu werden.
  • Agoraphobie: Eine Angststörung, die oft in Verbindung mit einer Panikstörung auftritt und sich durch eine übertriebene Angst vor öffentlichen Orten, Menschenmassen oder Reisen auszeichnet.
  • Spezifische Phobien: Eine intensive Angst vor bestimmten Dingen (z.B. Spinnen, Schlangen oder Blut) oder bestimmten Situationen bzw. Orten (z.B. Besuch beim Zahnarzt, Fliegen, Höhenangst, Aufenthalt in engen Räumen wie Aufzügen)

Mögliche Faktoren, die Angststörungen begünstigen:

  • Als beängstigend oder traumatisch erlebte Erfahrungen (z.B ein Unfall, ein Einbruch,ein Lockdown)
  • Chronischer Stress und als belastend empfundene Lebensereignisse
  • Eine hohe Empfindsamkeit bzw. eine Neigung von äußeren Reizen überflutet zu werden
  • Schüchternheit
  • Als beängstigend oder überfordernd wahrgenommene gesellschaftliche oder weltpolitische Ereignisse – selbst wenn sie nicht mit eigenem Erleben einhergehen (z.B. Anschläge, Kriege)
  • Biologische Faktoren und familiäre Vorbelastung
  • Substanzmittelmissbrauch

Insgesamt können Ängste sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen und ebenso vielfältig sind die Aspekte, die zu der Entstehung und Aufrechterhaltung starker Ängste beitragen können.

Wenn Sie unter starken Ängsten leiden zögern Sie nicht, sich bei mir für eine Beratung zu melden. Gemeinsam können wir an Ihren Herausforderungen arbeiten, neue Perspektiven gewinnen und Wege finden, wie Sie Ihre Ängste besser bewältigen. Kontaktieren Sie mich gerne, damit wir den ersten Schritt auf Ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden und innerer Stärke machen können.